Superfood und heimische Alternativen - ProErnährung // Ernährungsberaterin, Diätologin in Linz und St. Martin im Mühlkreis
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Superfood und heimische Alternativen

Von Andrea, Oktober 25, 2017

In vielen Medien und Gesundheitsblogs liest man von sogenannten „Superfoods“, die unserem Körper und Geist besonders Gutes tun sollen. Auch in meiner Tätigkeit als Diätologin bin ich immer wieder mit Fragen nach Superfoods oder deren Produkte konfrontiert.

Was sind sogenannte Superfoods und bereichern sie unsere Gesundheit oder erleichtern sie nur unsere Geldtasche?

Eine anerkannte Definition für diese Lebensmittel gibt es nicht. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Kräuter, die aufgrund ihrer Zusammensetzung einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben. Es gibt zahlreiche Studien und Veröffentlichungen, die darauf hinweisen, dass einzelne Superfoods gesundheitsfördernde Eigenschaften haben. Dazu zählen z.B.  die positive Beeinflussung des Immunsystems, Anti-Ageing, Krebsvorbeugung, entzündungshemmende Wirkungen usw.

Doch von einzelnen Studien auf die Langzeitwirkung beim Menschen zu schließen ist nicht immer möglich. Teilweise sind die Mengen der untersuchten Superstoffe in den Studien sehr hoch und in der Praxis durch natürliche Lebensmittel nicht zu erreichen (z.B. Curcuma Einsatz bei Diabetes) Dies führt zum nächsten Punkt, der Superfood Trend geht oft in die Richtung Nahrungsergänzungsmitteln über. Doch weder Chia-Samen noch Goji-Beeren oder Moringablattpulver, lässt unseren Körper einen ungesunden Lebensstil vergessen. Wenn man dann noch den ökologischen Fußabdruck so mancher Lebensmittel betrachtet, dann wird aus so manchem Wunderlebensmittel rasch ein No-Go.

Wenn man den täglichen Speiseplan also mit kleinen Wunderstoffen aufpeppen möchte, dann sollte man zu heimischen Produkten greifen.

Heimisches Superfood

Leinsamen oder Leinsamenöl

im Müsli bzw in einem Topfenaufstrich enthalten wertvolle Ballaststoffe für unseren Darm und Omega-3-Fettsäuren für Herz und Gehirn.  Wenn wir unser Müsli nun mit frischen (oder im Winter mit tiefgekühlten Beeren) ergänzen und mit Vollkornhaferflocken mischen, haben wir eine Superfood-Bowl made in austria, die Ressourcen und Geldbeutel schon und auch noch super schmeckt!

Holunderbeeren

Der Holunder trägt im Herbst viele Beeren, die an Dolden hängen. Die Früchte sollte man immer erhitzen weil sie roh schwach giftig sind und Übelkeit bzw. Durchfall verursachen. Man findet die Sträucher an Weg- und Waldrändern und sollte die herrlichen Beeren nicht unbedingt von Büschen, die neben der Straße sind pflücken.

Man kann damit den für das Mühlviertel typischen Hollerröster machen oder die Beeren zur Saft- oder Geleeherstellung verwenden. Holler enthält viel Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe (die auch die schöne Farbe hervorrufen) die gesundheitlich sehr wertvoll sind.