Kinder und Gemüse - Neverending story? - ProErnährung // Ernährungsberaterin, Diätologin in Linz und St. Martin im Mühlkreis
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Kinder und Gemüse – Neverending story?

Von Andrea, August 30, 2016

Wenn man Kinder hat, kommt man am Thema Gemüse und „wie krieg ich das am Besten in sie rein“ eigentlich nicht vorbei. Warum ist es so schwer Gesundes an die Kleinen Racker zu bringen? Oder stimmt das gar nicht?

Besonders interessant finde ich, dass Geschmacksvorlieben bereits in der Schwangerschaft an die Kleinen weitergegeben werden. Tja…dann könnte es ja auch an uns liegen 😉 Meine persönliche Meinung ist, dass Kinder von Natur aus neugierige Wesen sind und gerne neue Dinge ausprobieren. Voraussetzung ist natürlich, dass das zuhaus auch so gelebt wird. Man kann nicht das Risipisi am eigenen Teller weglassen und vom Nachwuchs verlangen, es zu essen. Vorbildwirkung hat hier einen doppelten Effekt. Auch die Eltern werden super mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Bei unserer 3-jährigen  ist Gemüse essen und probieren kein Thema. In der Krabbelstube hatte sie immer viel Spaß beim gemeinsamen Essen der Gemüse und Obstjause. Das ist ebenfalls ein Phänomen das viele Eltern kennen. In der Kinderbetreuung ist das Gemüseessen kein Thema, aber wehe in der Suppe daheim ist Schnittlauch drinnen. Das kann schon mal zu einer großen Katastrophe ausarten. Die Gruppe unterstützt den Forscherdrang und das ist ja auch gut so.

Gemüsejause

Hier noch ein paar Tipps wie es mit mehr Gemüse und Obst am Kindertisch funktionieren kann:

  • Bunte Teller: Ein schön verziertes Butterbrot macht schon was her. Da darf man ruhig auch mal kreativ sein. Tomatenmund, Karottenaugen, Radieschennase und Schnittlauchhaare machen jedes Brot zum Hit!
  • Gemüsetiere: Hin und wieder macht sich auch eine Gurkenschlange ganz nett auf dem Teller. Das muss nicht perfekt sein!
  • Gemüse mit Dip: Fingerfood in eine Soße aus Joghurt, Sauerrahm, Eiern, Salz und Kräutern getunkt, schmeckt noch besser!
  • Gemeinsam kochen und zubereiten: Nichts schmeckt besser als Selbstgekochtes. Kinder sind stolz auf ihr können und sie lernen wertvolles fürs Leben. Wie man mit Lebensmitteln umgeht und vor allem darf man beim Zubereiten ja auch kosten 😉
  • Zubereitungsarten/Konsistenzen: Auch das kennen wir von uns. Manche Zubereitungsarten mögen wir einfach nicht so gerne. Finden Sie heraus, welche Dinge ihr Kind gerne hat und versuchen Sie mal Gemüse dort hineinzuarbeiten. z.B. Püree kann man mit Pastinaken oder auch Karotten aufmöbeln, Pastasoßen kann man Gemüse bestücken. Wenn stückig nicht gut ankommt, darfs auch püriert sein. Bei meiner Kleinen durfte monatelang das Gemüse nicht unter die Soße gemischt sein. Tja, es ist nicht immer leicht aber das sind meist Phasen die schnell vorüber gehen.
  • Eigene Tischsets basteln und Gemüsebildchen einarbeiten
  • Gemeinsam ein lustiges Geschirrset aussuchen. Das wirkt wunder wenn am Boden der Schüssel z.B. ein Kätzchen wartet oder die Eiskönigin

Auch noch interessant:

Vom Projektteam Richtig essen von Anfang an, gibt es eine Broschüre mit Rezepten für 1-3 jährige.