Nährwertdeklaration - ProErnährung // Ernährungsberaterin, Diätologin in Linz und St. Martin im Mühlkreis
Zur Übersicht

Nährwertdeklaration

Von Andrea, 18. Januar 2017

Am 13. Dezember 2016 wird die Nährwertdeklaration für verpackte Lebensmittel verpflichtend. Ab nun müssen bei allen vorverpackten Lebensmitteln Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz in Tabellenform aufgelistet sein. Man nennt diese Angaben auch „Big 7“. Sie müssen bezogen auf 100g oder 100ml angegeben sein. Bis jetzt war dies eine freiwillige Sache und man konnte zwischen den „Small 4“ und den „Big 8“ wählen. Nun hat man sich auf die „Big 7“ geeinigt 😉

Vorteile für uns Konsumenten

  • Die Angabe ist nun verpflichtend und man hat so mehr Informationen über die Lebensmittel. Wenn man an Kcal und Co interessiert ist, ist die Information jetzt auch am Produkt verfügbar.
  • Die Angabe „Natrium“ wurde in Salz geändert. Früher musste man den Wert von Natrium x 2,54 rechnen um den Salzgehalt des Lebensmittels zu erfahren. Das fällt jetzt weg!
  • Durch die Kennzeichnung ist das Vergleichen von einzelnen Produkte einfacher geworden.

Für manche Hersteller sind die Big 7 nicht genug oder sie möchten sich durch weitere Angaben von den Mitbewerbern abheben. Daher sind als Fleißübung noch folgende Angaben erlaubt: einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, mehrwertigen Alkoholen, Stärke, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen (berechnet in mg oder μg).

Weiters darf auch zur Angabe in 100g/100ml  auch pro Portion gemacht werden. Wenn man das macht, muss auch die Größe der Portion und die Menge der Portionen/Pkg ersichtlich sein.

Angaben über Referenzmengen für die Zufuhr von Energie und ausgewählten Nährstoffen (vormals „GDA-Angabe“, Art 32 Abs 4) eines Produktes sind weiterhin als freiwillige Angaben erlaubt.

Sollte es Ihnen an dieser Stelle schon zu bunt werden oder sie keine Lust mehr auf Deklarationsausnahmen usw. verspüren, dann kontaktieren Sie mich doch einfach. Ich biete Einkaufsbegleitungen an. Ernährungsberatung – am Ort des Geschehens. Ich freu mich auf Sie und/oder Ihre Freunde!

Wann muss man nicht kennzeichnen?

  • Wenn die Produktoberfläche kleiner als 25cm² ist
  • Für folgende Produkte gelten Ausnahmen. Di
  • Wenn Sie Produkte verkaufen, die von der verpflichtenden Nährwertdeklaration ausgenommen sind:
  • Kräuter, Gewürze und Mischungen, Tafelsüßen, Aromen, Lebensmittelzusatzstoffe, Verarbeitungshilfsstoffe, Gelatine, Hefe, Kaugummi, Alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent, Nahrungsergänzungsmittel (es gelten die spezifischen Vorschriften für Nahrungsergänzungsmittel), Natürliches Mineralwasser (es gelten die spezifischen Vorschriften für natürliche Mineralwässer) Nachzulesen auf der Website der WKO.
  • Wenn Sie Ihre Produkte direkt vermarkten. Hier der genaue Text aus der Lebensmittelinformations-Verordnung: Die EU-Verordnung bietet Raum für Ausnahmen von der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung. So sind u.a. „Lebensmittel, einschließlich handwerklich hergestellter Lebensmittel, die direkt in kleinen Mengen von Erzeugnissen durch den Hersteller an den Endverbraucher oder an lokale Einzelhandelsgeschäfte abgegeben werden, die die Erzeugnisse unmittelbar an den Endverbraucher abgeben“, von der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung ausgenommen. Mehr Infos zu den Ausnahmen und welche Produkte bzw. welche Erzeuger dazu gehören.
  • Wenn Sie lose Ware verkaufen. d.h. Es ist keine Deklaration für Speisekarten in Restaurants, Schulküchn usw nötig. Auch nicht, wenn Sie Ihrem Gast ein Stück nicht aufgegessene Pizza einpacken. Das wurde vom LMIV klar ausgeschlossen.

 

Print Friendly, PDF & Email