Kindheitserinnerung Stockbrot - ein Rezepttest - ProErnährung // Ernährungsberaterin, Diätologin in Linz und St. Martin im Mühlkreis
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Kindheitserinnerung Stockbrot – ein Rezepttest

Von Andrea, 14. August 2018

Sommer, lange draußen sitzen und über offenem Feuer grillen. Ein Sommer wie damals 😉

Ich habe zum 5.Geburtstag meiner Tochter ein Rezept für Stockbrot ausprobiert und möchte es euch nicht vorenthalten. Das Besondere daran ist, dass es sich um ein Sauerteigbrot mit einer geringen Hefezugabe handelt. Ich bin ein großer Fan von Sauerteiggebäck und habe meine zwei Sauerteigkulturen (Weizen und Roggen) bereits 2 Jahre. Wer sich damit näher beschäftigen möchte, findet auf der Seite von Lutz Geißler einen wahren Meister des Sauerteiggebäcks.

Ich habe also das Rezept von Lutz für Stockbrot getestet und sehr gute Ergebnisse damit erzielt. Die Zubereitung ist einfach, da es aber viele Ruhe und Stehzeiten gibt, habe ich mir eine Handy-Erinnerung gestellt, damit ich meine Schätze nicht vergesse… Hier das Rezept mit meinen persönlichen Anmerkungen. Das Original-Rezept findet ihr hier!

Vorteig

  • 100 g Weizenvollkornmehl
  • 100 g Wasser
  • 0,1 g Frischhefe

Die Vorteigzutaten mischen, abdecken und 20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Hauptteig

  • Vorteig
  • 220g Dinkelmehl 700, 60g Weizenvollkornmehl (Original: 280g Weizenmehl 812 – diese Mehl-Type gibts in Deutschland)
  • 40 g Weizensauer (alt, aus dem Kühlschrank) Wer noch keinen Sauerteig hat, kann den Bäcker ums Eck um etwas davon bitten oder man macht sich selbst welchen. Das dauert einige Tage – dafür hat man dann einen pflegeleichten Kühlschrankuntermieter)
  • 150 g Wasser (kalt)
  • 4 g Frischhefe
  • 8 g Salz
  • 8 g Rapsöl
  • Kräuter (ich habe Basilikum, Thymian und Oregano verwendet)

Alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe der Küchenmaschine und 8 Minuten auf zweiter Stufe zu einem mittelfesten Teig kneten, der sich vom Schüsselrand löst.

Den Teig 12-24 Stunden bei 3-4°C reifen lassen. d.h. In eine Schüssel mit Deckel und ab in den Kühlschrank damit!

40 g -Teiglinge abstechen und mit reichlich Mehl zu Strängen ausrollen. In Mehl wälzen und auf einem Blech gut bemehlt und abgedeckt bis zur Verwendung 2-10 Stunden bei 3-4°C reifen lassen.

Je einen Strang um einen Stock drehen und ca. 5 Minuten knapp über der Flamme backen. Am Schönsten wurden die Brote, als das Feuer zu einer Glut abgebrannt war. Wer zu ungeduldig grillt, hat verbranntes und teigiges Brot. Den Kindern (und den Erwachsenen) hats Spaß gemacht!