Topinambur - Altbekanntes neu entdeckt! - ProErnährung // Ernährungsberaterin, Diätologin in Linz und St. Martin im Mühlkreis
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Topinambur – Altbekanntes neu entdeckt!

Von Andrea, 11. November 2016

Bei meinem letzten Marktbesuch habe ich die Knollenfrucht Topinambur eingekauft. In Gedanken bei einer Weihnachtsfeier im letzten Jahr, wo ich eine so herrliche Topinambursuppe gegessen hatte…Bevor ich zum Rezept komme, noch ein paar Infos zur Knolle.

Geschmacklich ist sie leicht nussig, eine Mischung aus Maroni und Artischocke liest man oft. Sie ist sehr knackig und kann, wenn sie sauber gewaschen wurde, auch mit der Schale gegessen werden. Da Topinambur sehr viele Ballaststoffe enthält, kann das zu Verdauungsbeschwerden bei empfindlichen Menschen führen. Mit immerhin 6x mehr Ballaststoffen als Kartoffeln, kann sich diese Knolle sehen lassen. Ich finde optisch, ist sie dem Ingwer sehr ähnlich. Bei uns sind sie von ca. Oktober bis März erhältlich.

Bleiben wir nochmal bei den Ballaststoffen. Topinambur enthält viel Inulin, ein Stoff der die Darmflora positiv beeinflussen kann. Übermäßiger Genuss kann jedoch zu Blähungen und Durchfall führen. Topinambur wird oft als Kartoffel für Diabetiker beworben. Der Blutzuckeranstieg ist tatsächlich geringer als bei der stärkehaltigen Kartoffel.

Topinambur

Wozu eignet sich die tolle Knolle?

  • Man kann sie roh essen, daher isst man sie gern in winterlichen Salaten. z.B. auch mit Karotten gemischt
  • in Suppen und Soßen
  • als Beilage oder zum Aufpeppen von Püree
  • Gemüsegerichte oder Aufläufen

Wenn man Topinambur gekauft hat, sollte man in kühl und dunkel lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks, zusätzlich noch in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält er sich ca. 4 Tage.

Topinambur Supperl (2 Personen)

Zutaten: 3 handvoll Topinamburknollen, 1/2 Zwiebel, 1 EL Rapsöl, frischen Ingwer, Kümmel gemahlen, Salz, Pfeffer, 1 L Gemüsesuppe, 100ml Kokosmilch

Zubereitung: Topinambur in heißem Öl, gemeinsam mit Ingwer anschwitzen, würzen und mit Suppe aufgießen. Nach dem Fertiggaren fein pürieren und mit Kokosmilch abrunden. Man kann auch normale Milch nehmen um die Suppe sämig zu machen.