Buchrezension Der Nährstoffplan
Prof. Dr. Martin Smollich
Der Nährstoffplan ist das Folgebuch von Prof. Dr. Martin Smollich und folgt dem „Nährstoff-Kompass“. Es handelt sich um ein Kochbuch mit Mehrwert. Mehr Input durch Infos zu bestimmten Nährstoffen und warum es sich auszahlt, diese über Lebensmittel zu decken. Als Diätologin ist es mir wichtig, Vielfalt und vor allem praxisnahes Ernährungswissen in den Alltag meiner Patient:innen zu bringen. Prüfen wir den Nährstoffplan auf Herz und Nieren 😉
Der Nährstoffplan
Auflage 19.11.2025
192 Seiten
GU-Verlag
Autor Prof. Dr. Martin Smollich
ISBN 978-3-8338-9965-2
Das Rezensionsexemplar wurde mich zur Verfügung gestellt. Die Rezension wurde nicht beauftragt oder bezahlt.
Inhalt des Nährstoffplans
Das Buch beginnt mit Theorie zu den Themen „Wann sind Supplemente sinnvoll?“ Hier werden Omega 3, Jod, Selen aber auch Vit D. näher betrachtet und ein Fazit gezogen. Der zweite Themenbereich „Der Nährstoffplan“, behandelt verschieden Vitamine und Mineralstoffe im Detail. z.B. Vit. B12, Vit. B2, Folsäure, Vit. C und E, Eisen, Kalzium, Magnesium, Zink. Dazu gibt es auch direkt die Rezepte.
Praxistest Der Nährstoffplan
Wie immer teste ich bei Kochbüchern Rezepte aus dem Buch. Dabei bewerte ich nicht nur die Rezeptzusammensetzung, auch die Beschreibung und das Geschmacksergebnis (natürlich vom Koch/der Köchin auch abhängig 😉
Da meine Familie grundsätzlich mit isst bzw. wir mit den Kindern dann auch die junge Testgruppe abbilden, haben wir folgende Rezepte aus dem Nährstoffplan getestet:
1) Tiramisu-Porridge Bowl
2) Brombeer-Avocado-Smoothie
3) Ayurveda-Bowl
Die Beschreibung war gut – ich bevorzuge aber das Aufteilen in mehrere kleine Schritte. Ich weiß, das lässt der Platz auf der Seite nicht zu. Für Anfänger:innen beim Kochen, wäre es aber einfacher.
Ich verstehe die Rezepte nicht immer als vollständige Mahlzeit. Z.B. haben wir die Blumenkohl-Taboulé als Beilage zu einem wunderschönen Lachsfilet gegessen. Zur Ayurveda-Bowl habe ich gebratenen Tofu ergänzt, um auch eine Eiweißkomponente im Gericht zu haben.
Die Rezepte sind farblich auch kategorisiert. Frühstück, Hauptgericht, Snack, Dessert, Vegetarisch, Vegan, Schnell, Glutenfrei
Mein Lieblingsrezept ist ein ganz einfaches Frühstück zum Vorbereiten. Tiramisu-Porridge mit Beeren. Ein herrliches Gericht! Beschreibung sowie Geschmack waren sehr gut!
Kaffee kann die Aufnahme von Mikronährstoffen hemmen. Das hat mit den Tanninen (Gerbstoffe) in unserem Lieblingsgetränk zu tun. Das heißt es würde vorteilhaft sein, wenn man den Kaffee erst 1-2 Std. später trinken würde. Das ist in der Theorie schön, in der Praxis für die meisten Menschen unrealistisch!
Ein weiteres Thema auf das ich oft angesprochen werde: gekaufte Tiefkühlfrüchte sollten von manchen Personengruppen vor dem Verzehr erhitzt werden. Dazu zählen Schwanger, Stillende, ältere Menschen oder Menschen mit schweren Erkrankungen wie Krebs, kleine Kinder.
Bei diesem Gericht gab es ein paar Schwierigkeiten. Es besteht aus Naturreis und gelben Linsen. Beides wird mit Brühe gekocht. Durch die verschiedenen Garzeiten von Linsen und Naturreis wurden die Linsen zu Brei und der Reis nicht ganz durch. Ich würde hier eine gestaffelte Kochweise empfehlen. Vielleicht lag es auch an der Linsenwahl – in Österreich sind gelbe Linsen geschält und daher mit nur 15 Min. Kochdauer fertig. Naturreis je nach Sorte braucht auch mal 45 Min. Kochzeit.
Damit auch eine Eiweißquelle im Gericht vorkommt, habe ich geräuchteren Tofu in Würfel geschnitten, mit geräuchertem Currypulver und Salz gewürzt, in Maizena gewälzt und knusprig angebraten.
Ein schneller Smoothie war der Wunsch meiner Kinder. Dafür haben wir die letzten Brombeeren und Himbeeren aus dem Garten verwendet. Er war sehr gut.
Fazit zum Buch Der Nährstoffplan
Wie immer habe ich das Buch vollständig gelesen und Rezepte daraus gekocht. Meine Gedanken zum Nährstoffplan:
- Das Buch punktet ganz klar mit wissenschaftlich fundierten Infos und dazu auch Tipps, wie man die Nährstoffzufuhr praxisnah gestaltet. Das gefällt mir!
- Super finde ich die Auflistung, welche Mikronährstoffe mit welchem Messwert ermittelt werden sollen z.B. Vit. B12 durch Holo-TC Wert. Aber auch welche Werte in der Blutanalyse keinen Sinn machen!
- Beim Thema Omega-3 habe ich zum Ratschlag „Wählen Sie Eier mit Kennzeichnung Omega-3-Eier aus Leinsamenfütterung“ bei unseren Supermärkten recherchiert. Ich habe dazu kein Angebot bei uns gefunden. Vielleicht ist dies in Deutschland oder bei uns in Österreich in größeren Märkten erhältlich.
- Sehr gut erklärt finde ich den Bereich „Nährstoffe aus Lebensmitteln vs. Supplemente“. Ein Thema, das viel öfter besprochen werden sollte!
- Bei den Rezepten finden sich einige nährstoffreiche Lebensmittel sehr häufig – z.B. Avocado, Mango, Papaya. Da wäre ein Tipp für heimische Alternativen eine echt super Sache!
- Unter den Rezepten befinden sich 10 Rezepte in Form von Drinks und Smoothies – als Ergänzung finde ich das ganz gut, ich bin aber ein Fan von Snacks und Gerichten zum Kauen.
- Mit meinen Testgerichten war ich geschmacklich sehr zufrieden, bei der Ayurveda-Bowl gab es aber Zubereitungsschwierigkeiten.
Der Nährstoffplan
Auflage 19.11.2025
192 Seiten
GU-Verlag
Autor Prof. Dr. Martin Smollich
ISBN 978-3-8338-9965-2
Das Rezensionsexemplar wurde mich zur Verfügung gestellt. Die Rezension wurde nicht beauftragt oder bezahlt.